Was tun bei Tinnitus? đŸ€Ż 10 Therapien zur Behandlung 2024

Tinnitus - Was tun? Behandlung und Therapie-Formen

Pfeifen, Brummen, Zischen oder Summen – Tinnitus kann sich durch ganz unterschiedliche OhrgerĂ€usche bemerkbar machen. In medizinischer Hinsicht zwar ungefĂ€hrlich, stellt Tinnitus fĂŒr die Betroffenen oft eine große Belastung dar. Ein “Allheilmittel” fĂŒr Tinnitus gibt es leider noch nicht. Jedoch eine Vielzahl möglicher Therapien. Informieren Sie sich mit diesem Beitrag umfassend ĂŒber Ursachen und Behandlungsformen von Tinnitus. Und finden Sie im besten Fall die richtige Lösung fĂŒr sich.

Mögliche Ursachen von Tinnitus

Sehr hÀufig tritt Tinnitus als Folge von LÀrmbelastung auf, die die FlimmerhÀrchen in der Cochlea beschÀdigt hat. Die Sinneszellen können sowohl durch dauerhaft hohe LÀrmbelastung als auch durch eine kurzzeitige extreme LautstÀrke wie einen Knall oder eine Explosion Schaden erleiden.

Wie ein Phantomschmerz?

Eine belegte wissenschaftliche ErklĂ€rung, wie Tinnitus als Folge eines Hörschadens durch LĂ€rm entstehen kann, liegt laut dem Institut fĂŒr QualitĂ€t und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bisher nicht vor. Die wahrscheinlichste Theorie beschreibt das Institut so:

“Eine Theorie besagt, dass die zerstörten oder gereizten Sinneszellen der Hörschnecke keine Signale mehr an das Gehirn weiterleiten. Auf das Ausbleiben echter Signale reagieren die Nervenzellen im Hörzentrum des Gehirns mit verstĂ€rkter AktivitĂ€t und melden “PhantomgerĂ€usche” – Ă€hnlich wie bei der Entstehung von Phantomschmerzen nach einer Amputation.”

Institut fĂŒr QualitĂ€t und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

Liste weiterer möglicher Ursachen von Tinnitus:

  • Hörsturz
  • chronische MittelohrentzĂŒndung
  • Fremdkörper im Gehörgang wie z. B. Cerumen (“Ohrenschmalz”)
  • Trommelfellperforation
  • Otosklerose
  • Morbus MeniĂšre
  • Probleme mit Kiefergelenk oder Kiefermuskulatur
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Medikamente
  • Stress

HÀufig geht Tinnitus mit Hörverlust einher

Ob Sie neben dem Tinnitus auch einen Hörverlust haben, können Sie in erster Instanz ganz einfach mit einem Online-Hörtest herausfinden.

Wenn ja, wird Ihnen Ihr HNO in der Regel ein HörgerĂ€t bzw. bei Bedarf HörgerĂ€te fĂŒr beide Ohren verordnen. Mit einer adĂ€quaten HörgerĂ€te-Versorgung haben viele Betroffene sehr gute Erfahrungen gemacht.

Es gibt spezielle HörgerĂ€te mit integriertem Tinnitus-Noiser. Das heißt: In ruhigen Hör-Situationen kann ein dezentes “weißes Rauschen” eingespielt werden. Dieses dient als GegengerĂ€usch zum Tinnitus und lĂ€sst ihn in den Hintergrund treten. Im besten Fall lernt das Gehirn, den Tinnitus dauerhaft “herauszufiltern”, so dass er gar nicht mehr wahrgenommen wird.

Ein HörgerÀt macht den Tinnitus aber auch auf zwei andere Arten automatisch leiser:

  1. Ein HörgerĂ€t macht die natĂŒrlichen UmgebungsgerĂ€usche und vor allem Sprache wieder besser hörbar. So wird der Tinnitus von anderen GerĂ€uschen ĂŒberlagert. Auch richtet sich die Aufmerksamkeit mehr auf das Gehörte, so dass die Betroffenen immer öfter vom Tinnitus abgelenkt werden.
  2. Durch ein HörgerĂ€t wird das Gehirn entlastet. Dieses muss sich bei Schwerhörigkeit sehr “anstrengen”. Schließlich möchte es den Hörverlust ausgleichen. Dabei verstĂ€rkt das Hörzentrum nicht nur GerĂ€usche, sondern auch den Tinnitus. Übernimmt dann ein HörgerĂ€t die VerstĂ€rker-Funktion, fĂ€hrt das Gehirn diese AktivitĂ€t herunter und der Tinnitus wird leiser.
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Tinnitus Behandlung » Welche Möglichkeiten gibt es?

Gleich vorweg: Leider gibt es derzeit keine echten studienbelegten Therapien, die "standardmĂ€ĂŸig" bei Tinnitus angewandt werden. Ähnlich wie Sie bei einer DiĂ€t leider keine wissenschaftlich bestĂ€tigte "Abnehm-Pille" nehmen können, mĂŒssen Sie auch bei einem Tinnitus ganz individuell die beste Lösung fĂŒr sich finden. Dabei unterstĂŒtzt Sie natĂŒrlich Ihr HNO-Arzt – zuerst mit einer fundierten Diagnose. 

Da die optimale Tinnitus Behandlung abhÀngig von der genauen Ursache und entsprechend Tinnitus Diagnose ist, schauen wir uns diese zunÀchst genauer an, bevor wir zu den 10 Behandlungsformen von Tinnitus kommen.

Tinnitus – Wie erfolgt die Diagnose?

Die Anamnese beim HNO-Arzt umfasst unter anderem diese Fragen und Untersuchungen:

  • Um welche OhrgerĂ€usche handelt es sich, wann treten diese auf und gibt es weitere Symptome wie ein DruckgefĂŒhl im Ohr oder Ohrenschmerzen?
  • Haben Sie Medikamente genommen und wenn ja, in welcher Dosierung?
  • Ist der Tinnitus ein- oder beidseitig?
  • Otoskopie des Gehörgangs
  • Hörtests
  • Abhorchen der GefĂ€ĂŸe am Hals
  • evtl. Empfehlung einer zahnĂ€rztlichen Untersuchung, um Probleme im Kieferbereich auszuschließen

Aufgrund der Ergebnisse kann der HNO feststellen, um welche Art Tinnitus es sich handelt:

  • In der Regel ist ein Tinnitus subjektiv. Das heißt: Nur der Betroffene kann ihn wahrnehmen. Ein objektiver Tinnitus, den auch der Arzt z. B. mit dem Stethoskop hören kann, ist sehr selten und tritt vor allem bei GefĂ€ĂŸproblemen auf.
  • Es wird unterschieden zwischen akutem Tinnitus und chronischem Tinnitus: Davon spricht man, wenn die OhrgerĂ€usche seit mindestens drei Monaten vorhanden sind.
  • Tinnitus kann nur zeitweise auftreten und den Betroffenen im Alltag kaum stören. Sehr laute, stĂ€ndig hörbare OhrgerĂ€usche können dagegen eine massive (psychische) Belastung darstellen. Tinnitus wird daher in verschiedene Schweregrade eingeordnet.
  • LĂ€sst sich keine konkrete Ursache fĂŒr den Tinnitus feststellen, handelt es sich um einen primĂ€ren Tinnitus. Ist der Tinnitus Folge eines anderen medizinischen Problems wie einem geplatzten Trommelfell oder einer GefĂ€ĂŸerkrankung, spricht man von einem sekundĂ€ren Tinnitus.

Gut zu wissen: Bei 50 % der Betroffenen verabschiedet sich der Tinnitus von alleine wieder. Bei einem neu aufgetretenen akuten Tinnitus versorgt der HNO-Arzt den Patienten insbesondere bei unklarer Ursache oft mit durchblutungsfördernden Medikamenten. Die Infusion soll das Innenohr entlasten. Auch entzĂŒndungshemmendes Kortison kommt bei der Erstversorgung hĂ€ufig zum Einsatz.

Kann der Tinnitus nicht direkt behandelt und damit gelöst werden, raten Experten aufgrund der aktuellen Studien dazu, nicht mĂŒhsam (und eventuell aussichtslos) den Tinnitus zu bekĂ€mpfen. Sondern stattdessen die Beschwerden durch einen klugen Umgang mit dem Tinnitus zu lindern. Am besten erforscht ist fĂŒr diesen Ansatz die "kognitive Verhaltenstherapie". 

Tinnitus Therapie » 10 Behandlungsmöglichkeiten kurz erklÀrt!

Wie oben schon erwĂ€hnt: Es gibt derzeit keine “Standard-Therapie” bei Tinnitus. Aber diverse Therapie-Formen. Hier fassen wir fĂŒr Sie (fast) alle Tinnitus Behandlungen ĂŒbersichtlich zusammen. So können Sie sich umfassend ĂŒber die verschiedenen Therapien informieren und finden im besten Fall die passende Lösung fĂŒr Sie.

Bitte beachten Sie: Wir stellen Ihnen alle Therapie-Formen weder als konkrete Empfehlung noch mit Bewertung vor. DafĂŒr spielen einfach zu viele individuelle Faktoren bei der Tinnitus-Behandlung mit. Einen Ă€rztlichen Rat kann unsere Auflistung ohnehin nicht ersetzen.

5 Tinnitus Therapie-Formen bei bekannter Ursache

1. Durchblutung fördern

Geht der HNO von einer Durchblutungsstörung im Innenohr aus, können Patienten Infusionen mit durchblutungsfördernden Medikamenten erhalten. So wird das Innenohr besser durchblutet und mit Sauerstoff versorgt.

2. Physiotherapie

RĂŒhrt der Tinnitus von Fehlstellungen, Verspannungen oder Verletzungen der HalswirbelsĂ€ule her, kann Physiotherapie mit Druckpunkt-Behandlung und gezielten DehnĂŒbungen erfolgreich sein.

3. Blutdruck senken

Ist der Tinnitus die Folge von Bluthochdruck, umfasst eine adÀquate Behandlung unter anderem blutdrucksenkende Medikamente.

4. KieferorthopÀdie

Auch Fehlstellungen des Gebisses oder eine Dysfunktion des Kiefergelenks kann OhrgerĂ€usche hervorrufen. Dann sollten Betroffene ĂŒber eine kieferorthopĂ€dische Behandlung nachdenken.

5. Operativer Eingriff oder Bestrahlung

Handelt es sich bei einem objektiven Tinnitus um eine tatsĂ€chliche Schallquelle im Körper wie den Blutstrom in einem verengten GefĂ€ĂŸ oder einen Tumor, so wird direkt die Ursache behandelt – z. B. durch einen kleinen operativen Eingriff oder Bestrahlung.

+ 5 Tinnitus Therapie-Formen bei unbekannter Ursache

Diese Therapie-Formen kommen insbesondere dann zum Einsatz, wenn es bei einem chronischen Tinnitus nicht mehr darum geht, die OhrgerĂ€usche loszuwerden. Das Ziel ist dann eher, die LebensqualitĂ€t der Patienten dauerhaft zu verbessern, indem sich die Betroffenen an den Tinnitus gewöhnen und lernen, ihn zu ĂŒberhören.

6. Tinnitus-Counselling

In den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft fĂŒr HNO-Heilkunde wird das Tinnitus-Counselling als Basis-Therapie empfohlen. Noch bevor verhaltenstherapeutische AnsĂ€tze Anwendung finden, soll das Counselling aufklĂ€ren, die Krankheit aus der “negativen Ecke” holen und von Anfang fĂŒr eine verbesserte LebensqualitĂ€t sorgen. Steigt der Leidensdruck erst gar nicht so stark an, muss es nicht zu weiteren psychischen Belastungen kommen. Darauf weist auch das Ärzteblatt hin.

7. Tinnitus Retraining

Bei dem von den Krankenkassen bezahlten Retraining werden die Patienten von Ärzten und Psychologen betreut. Es geht darum, mit dem Tinnitus leben zu lernen und ihn als weniger belastend zu empfinden.

DafĂŒr besteht die Therapie aus 4 Elementen:

  1. EinzelgesprĂ€che fĂŒr AufklĂ€rung und individuelle Beratung
  2. Hörtraining, das den Fokus auf UmweltgerÀusche lenkt
  3. Entspannungstechniken wie Autogenes Training, Yoga oder Progressive Muskelrelaxation
  4. Verhaltenstherapie fĂŒr das Erlernen des Umgang mit dem Tinnitus und den damit einhergehenden psychischen Herausforderungen

Mehr Informationen zum Retraining stellt die Deutsche Tinnitus-Liga e.V. auf ihrer Seite bereit.

8. Kognitive Verhaltenstherapie

In den Leitlinien gehört die kognitive Verhaltenstherapie aktuell zu den stĂ€rksten Empfehlungen. Es geht dabei um eine VerĂ€nderung der persönlichen Einstellung zum Tinnitus. Er soll nicht mehr als psychische Belastung und “Katastrophe” erlebt werden, sondern es wird das Vertrauen in die eigenen FĂ€higkeiten gestĂ€rkt. DafĂŒr lernen die Teilnehmer, sich auf positive Lebensaspekte zu fokussieren und eine förderliche Lebenshaltung zu entwickeln. Wichtig ist es dabei, am Ball zu bleiben und auch zwischen den Sitzungen beim Verhaltenstherapeuten an den Problemen zu arbeiten. Diese KontinuitĂ€t unterstĂŒtzen auch diverse Online-Selbsthilfeangebote und Apps.

Verhaltenstherapie via Smartphone bietet beispielsweise die von Ärzten und Psychologen entwickelte Kalmeda Tinnitus-App, die vom Arzt verordnet werden kann.

Ebenfalls ins DiGA-Verzeichnis des Bundesinstitut fĂŒr Medizinprodukte und Arzneimittel aufgenommen wurde Meine Tinnitus App – Das digitale Tinnitus Counseling. Diese Anwendung kann direkt nach der Erstberatung durch den HNO-Arzt gestartet werden und zeigt den Patienten konkrete Wege fĂŒr eine verringerte Tinnitus-Belastung auf.

9. Neuro-Musiktherapie

Nicht abschließend erforscht, soll die Neuro-Musiktherapie nach Thaut /NMT) nach Studien des Deutschen Zentrums fĂŒr Musiktherapieforschung bei 3 von 4 Teilnehmern zu einer signifikanten Linderung der Tinnitus-Belastung gefĂŒhrt haben. Da nicht in den Leitlinien der HNO-Gesellschaft, werden die Kosten fĂŒr die Therapie von den Krankenkassen nur nach Einzelfall-Entscheidung ĂŒbernommen. Bei dem fĂŒnftĂ€gigen Intensivprogramm geht es darum, durch bewusstes Hören spezieller, individuell angepasster MusikstĂŒcke die OhrengerĂ€usche zu “ĂŒberhören”. Unter anderem werden im Rahmen des Hörtrainings die jeweiligen Tinnitus-Töne bestimmt. Indem der Patient die am Klavier vorgespielten Töne nachsingt, ĂŒbt er, unwichtige akustische Informationen auszublenden. Beim Entspannungstraining wird der jeweilige Tinnitus-Ton meditative Musik integriert und damit in ein positives Hör-Umfeld eingebettet. FĂŒr einen nachhaltigen Therapie-Erfolg mĂŒssen die Teilnehmer die Übungen zu Hause weiter absolvieren.

Detaillierte Informationen zur Musiktherapie in der Tinnitus-Behandlung finden Sie direkt bei der Deutschen Musiktherapeutischen Gesellschaft.

10. Hörtherapie

Mithilfe von KonzentrationsĂŒbungen trainieren die Teilnehmer, den Fokus weg vom Tinnitus zu anderen akustischen Reizen zu lenken. So lernt das Gehör, GerĂ€usche zu filtern und es fĂ€llt den Patienten leichter, die OhrgerĂ€usche auszublenden.

Eine Hörtherapie kann ambulant erfolgen oder in einer Klinik. Angeboten wird sie in allen Regionen Deutschlands, unter anderem in der TinnitusKlinik Dr. Hesse und in der HNO-Klinik Dr. Gaertner in MĂŒnchen.

Fazit: Tinnitus heilen – (wie) ist das möglich?

In etwa 50 % aller FĂ€lle heilt ein akuter, aber auch chronischer Tinnitus spontan von selbst wieder aus.

Ist der Tinnitus nicht auf eine konkrete körperliche Ursache zurĂŒckzufĂŒhren, muss man ehrlich sein: Derzeit sind keine Methoden bekannt, mit denen sich ein chronischer Tinnitus erfolgreich heilen lĂ€sst.

Es gibt aber – wie beschrieben – eine ganze Reihe möglicher Therapien, die den Betroffenen ein großes StĂŒck LebensqualitĂ€t sichern können. Der Tinnitus bleibt zwar ein Begleiter, muss aber keine Belastung im Alltag mehr darstellen.

Parallel zu den Therapien können Betroffene ganz einfach diese 4 hilfreichen Strategien fĂŒr ein besseres Leben mit Tinnitus anwenden:

  1. Vermeiden Sie die Stille. Zum Beispiel kann leise Musik oder das PlĂ€tschern eines Zimmerbrunnens die OhrgerĂ€usche in den Hintergrund rĂŒcken.
  2. Versuchen Sie, den Tinnitus gelassen zu nehmen. Je bedrohlicher Sie die OhrgerÀusche empfinden, desto stÀrker nehmen Sie sie wahr. Das erfordert unter UmstÀnden viel Willenskraft oder eben Gelassenheit. Es lohnt sich aber.
  3. Vermeiden Sie zu viel Stress in Ihrem Leben. Stress macht dĂŒnnhĂ€utig und Sie reagieren empfindlicher aus störende GerĂ€usche, also auch den Tinnitus. Vielleicht können Sie Ihren Alltag etwas umstrukturieren oder Entspannungstechniken wie Yoga, Tai-Chi oder Meditation mit sanfter Hintergrundmusik integrieren.
  4. Suchen Sie den Austausch mit anderen Betroffenen. So erfahren Sie, wie andere ihr Leben mit Tinnitus erfolgreich meistern und erleben, dass Sie mit Ihren Herausforderungen nicht alleine sind. Selbsthilfe-Gruppen gibt es in vielen deutschen StĂ€dten und Gemeinden – und natĂŒrlich auch online. Die bekannteste Selbsthilfe-Organisation ist die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. Einen guten Überblick ĂŒber regionale Angebote gibt die Tinnitus Selbsthilfe.
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Ich habe keinen Hörtest. Was kann ich tun?

Machen Sie einen Termin bei Ihrem HNO-Arzt fĂŒr einen Hörtest. Wenn ein entsprechender Hörverlust vorliegt, erhalten Sie eine Verordnung, die zur Abrechnung mit der Krankenkasse nötig ist. Die Verordnung enthĂ€lt in aller Regel Ihr Audiogramm (das Ergebnis Ihres Hörtests).

Fragen Sie sicherheitshalber nach einer Kopie Ihres Audiogramms. Das schicken Sie uns nach der Bestellung zu, damit wir die HörgerÀte auf Ihren Hörverlust einstellen können.

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Kostenerstattung der Krankenkasse

Damit Ihre Krankenkasse die Kosten der HörgerĂ€te erstattet, muss die Versorgung zunĂ€chst bewilligt werden. Dazu werden die Ă€rztliche Verordnung sowie ein Kostenvoranschlag eingereicht. Auf Wunsch ĂŒbernehmen wir fĂŒr Sie die komplette Antragstellung wĂ€hrend Ihrer Testphase. Alternativ können Sie dies auch selber erledigen. Alle erforderlichen Unterlagen erhalten Sie von uns nach Bestellung.

Übrigens können Sie bei einer Absage durch Ihre Krankenkasse vom Kauf zurĂŒcktreten (auch nach Ablauf der 30-tĂ€gigen Testphase) und die GerĂ€te kostenlos an uns zurĂŒckschicken. Wenn Ihnen aber eine gĂŒltige Verordnung vom HNO-Arzt vorliegt, wird die Kostenerstattung in aller Regel bewilligt.

Wie kann Echo zum Nulltarif* anbieten, obwohl vergleichbare HörgerĂ€te beim herkömmlichen Akustiker 1500€ bis 2500€ Zuzahlung kosten?

ZunĂ€chst möchten wir Ihnen erklĂ€ren, warum die HörgerĂ€te-Preise beim herkömmlichen Akustiker ĂŒberhaupt so hoch sind.

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Ist es der Beratungs- und Anpassaufwand? Herkömmliche Akustiker bieten (genau wie Echo) alle HörgerĂ€te inklusive 6-jĂ€hriger Nachsorge an. Auch mĂŒssen HörgerĂ€te auf den individuellen Hörverlust eingestellt werden. Das ist natĂŒrlich ein gewisser Aufwand, doch rechtfertigt bei weitem nicht derart hohe Preise. Heutzutage erfolgt die Anpassung durch intelligente Algorithmen “per Klick” und ist schneller erledigt, als die meisten Menschen glauben.

Der tatsĂ€chliche Grund fĂŒr die extrem hohen Preise klingt im ersten Moment sehr ĂŒberraschend: Der herkömmliche Akustiker hat einfach zu wenig Kunden. Um genau zu sein: nur 2 Neukunden pro Woche im Durchschnitt. Von diesen 2 Neukunden muss er die teure Innenstadtmiete, die Ladeneinrichtung, seine Mitarbeiter und sich selbst bezahlen. Pro Kunde muss also sehr viel Geld ĂŒbrigbleiben, damit er davon seine Kosten und sich selbst bezahlen kann.

Und genau hier geht Echo einen anderen Weg: Durch die Online-Versorgung erreichen wir Menschen bundesweit, ohne Hunderte von Immobilien anzumieten. Anstatt 2 Neukunden pro Woche, versorgen wir mit unserem Team aus ausgebildeten Akustikern zahlreiche Kunden tÀglich. Dadurch können wir mit weniger Profit pro Kunde leben und bieten Ihnen Premium-HörgerÀte zum Nulltarif* an, ohne an der Anpassung, Beratung oder GerÀteleistung zu sparen.