Welches Im-Ohr-Hörgerät ist das Kleinste / Beste? [Test 2021]

vom 31.08.2021

Welches Im-Ohr-Hörgerät ist das Kleinste / Beste?

Die besonders unauffälligen In-dem-Ohr-Hörgeräte (IdO) sitzen direkt im Hörkanal oder zumindest in der Ohrmuschel. Wie bei den Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte wird der Schall verarbeitet bzw. verstärkt und in den Gehörgang geleitet. IdO-Hörgeräte sind in verschiedenen Bauformen erhältlich. Erfahren Sie, welches das beste Im-Ohr-Hörgerät für Sie sein könnte.

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Für wen sind Im-Ohr-Hörgeräte geeignet?

Grundsätzlich kommen Im-Ohr-Hörgeräte vor allem für Menschen mit leichtem bis mittlerem Hörverlust in Frage. Bei starkem Hörverlust empfehlen sich eher Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte: Hinter der Ohrmuschel ist einfach mehr Platz für noch leistungsfähigere Technik.

Als Mini-Hörgeräte sind IdO-Geräte sehr diskret und fallen selbst bei näherem Hinsehen kaum auf. Sehr gut eignen sich Im-Ohr-Hörgeräte daher für Menschen, die ein besonders unauffälliges Modell suchen.

Im-Ohr-Hörgeräte: Welche Bauformen gibt es?

Im Gegensatz zu den Hinter-dem-Ohr-Hörgeräten befindet sich bei den Ido-Geräten die komplette Technik direkt im Gehörgang. Abhängig vom jeweiligen Modell „versteckt“ sich ein Großteil oder sogar das ganze Hörgerät im Hörkanal und ist damit mehr oder weniger unsichtbar.

Insgesamt lassen sich bei den IdO-Hörgeräten vier Bauformen unterscheiden:

In dem Ohr (ITE)

Welches ITE Hörgerät ist am Besten?

Die „auffälligste“ Bauform unter den IdO-Hörgeräten ist das In-The-Ear-Modell (ITE): Auch „Cochlea-Modell“ genannt, füllt es die gesamte Ohrmuschel aus. Für eine möglichst dezente Optik lässt sich das Gehäuse individuell dem jeweiligen Hautton anpassen. Für ein noch natürlicheres Aussehen kann das Gehäuse auch mit feinen aderähnlichen Linien versehen werden.

In dem Gehörgang (ITC)

Welches ITC Hörgerät ist am Besten?

Das In-the-Canal-Hörsystem (ITC) wird direkt im Gehörgang platziert und der Ausgang des Hörkanals mit einer Frontplatte versehen. Die Ohrmuschel bleibt also frei. Für hohen Tragekomfort und eine besonders dezente Optik wird jedes Ohrstück eines In-dem-Gehörgang-Gerät individuell angepasst.

Vollständig im Gehörgang (CIC)

Welches CIC Hörgerät ist am Besten?

Als eines der kleinsten Modelle werden Gehörgangsgeräte (CIC = completely-in-the-canal) weit in den Hörkanal eingeführt und enden daher im äußeren Teil des Gehörgangs. Mithilfe eines dünnen Nylonfadens lassen sich die Geräte zur Reinigung oder für den Batterientausch herausziehen. Das Einsetzen erfolgt bequem und einfach wie bei einem In-Ear-Kopfhörer.

Das beste CIC-Hörgeräte (nach Preis-Leistung) stellen wir Ihnen weiter unten im Beitrag vor.

Unsichtbar im Gehörgang (IIC)

Welches IIC Hörgerät ist am Besten?

Das Invisible-In-the-Canal-Modell (IIC) ist das derzeit kleinste Hörgerät, also absolut „mini“. Es wird so tief in den Gehörgang eingeführt, dass es hinter der zweiten Krümmung des Gehörgangs verschwindet. Auch wer genau hinsieht, kann dieses Hörsystem nicht erkennen. Der Preis für höchste Diskretion: Wie die Bauform ist auch die Batterie bei diesem Modell sehr klein und muss daher relativ häufig ausgetauscht werden.

Auch muss in IIC-Hörgeräten aufgrund der geringen Baugröße noch auf wichtige Technik verzichtet werden, weshalb CIC-Hörgeräte im Moment die bessere, ebenfalls fast unsichtbare Alternative darstellen.

Vor- und Nachteile der Im-Ohr-Hörgeräte auf einen Blick

Die kompakte Bauweise der In-dem-Ohr-Hörgeräte erlaubt es, dass sich die gesamte Technik im Gehörgang verbirgt. Diese Unauffälligkeit ist ein großer optischer Vorteil, der allerdings mit einem gewissen Verschlusseffekt einhergeht. Die Belüftung des Ohrs wird deutlich reduziert, so dass sich mehr Ohrenschmalz (Cerumen) bildet.

Vorteile der Im-Ohr-Hörgeräte

  • Bauformen sehr dezent, daher von außen kaum zu erkennen
  • Der Platz hinter der Ohrmuschel wird nicht benötigt, daher empfehlenswert für Brillenträger
  • Kein Verrutschen bei Bewegung, daher optimal geeignet beim Sport
  • Funktion der Ohrmuschel wird genutzt, daher natürlicher Schall

Nachteile der IdO-Hörgeräte

  • Im Vergleich zu HdO-Hörgeräten etwas höherer Reinigungs- und Pflegeaufwand
  • Nur für Menschen mit leichtem bis mittlerem Hörverlust von maximal 60 % geeignet
  • Versorgung mit IdO-Hörgeräten nur bei ausreichend großem Gehörgang möglich
  • Relativ häufiger Batteriewechsel nötig
  • Viele Geräte noch ohne Audio-Anschluss
  • Wegen Technik im Miniaturformat vergleichsweise teuer

Nicht umsonst nutzen 90% der regelmäßigen Hörgeräte-Träger Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte. Diese sorgen für ein optimales Hörerlebnis, sind heutzutage ebenfalls sehr dezent und punkten mit tollen Komfort-Funktionen.

Was kosten Im-Ohr-Hörgeräte? Und was übernimmt die Krankenkasse?

Die Hörgeräte Hersteller ordnen ihre verschiedenen Modelle je nach Ausstattung 3 bis 5 Klassen zu. Die Kriterien für die Klassifizierung legen sie dabei selbst fest. Was Hörgeräte kosten, hängt also insbesondere von der Bauform und Ausstattung ab. Wir haben für die diversen möglichen Ausstattungsmerkmale vier Leistungsklassen erstellt. So erhalten Sie einen guten Überblick über das derzeitige Preisniveau von Hörgeräten.

Gut zu wissen: Da bei den Im-Ohr-Hörgeräten die Technik im Miniaturformat deutlich mehr Aufwand in der Entwicklung und Produktion erfordert, liegt der Preis der IdO-Geräte in der Regel etwas über dem von Hinter-dem-Ohr-Hörgeräten mit vergleichbarer Ausstattung.

Basis-Klasse

Die sogenannten „Kassengeräte“ der Basisklasse gibt es für etwa 800 Euro. Mit deren Grundausstattung, die dem derzeitigen Stand der Technik entspricht, ist es problemlos möglich, Einzelgesprächen vor ruhigem Hintergrund zu folgen. Digitaltechnik ist mittlerweile Standard, ebenso wie mindestens drei Hörprogramme und vier Kanäle. Zudem verfügen auch die Geräte der Basisklasse über Spracherkennung und Störschallunterdrückung.

Mittelklasse

Die Preise für IdO-Hörgeräte der Mittelklasse bewegen sich zwischen 900 und 1.300 Euro. Gängige Zusatz-Features sind die automatische Lautstärkenregelung, Windgeräuschunterdrückung oder das verbesserte Richtungshören. Zudem erhalten Sie ein oder zwei zusätzliche Hörprogramme und mindestens acht Kanäle.

Premium-Klasse

Noch besser ist die Qualität der Zusatz-Leistungen der Mittelklasse in der Premiumklasse. Für 1.300 bis 2.500 Euro erhalten Sie außerdem ein oder zwei weitere Hörprogramme und eine selbstlernende automatische Hintergrundgeräuschunterdrückung. Liebhaber von Theater und Konzert profitieren von einem besseren Raumklanggefühl. Immer mehr Im-Ohr-Hörgeräte der Premiumklasse verfügen außerdem über eine Bluetooth-Schnittstelle.

Luxus-Klasse

Das Preisniveau für IdO-Hörgeräte der Luxus-Klasse beginnt bei 2.500 Euro. Ein 360-Grad Richtmikrofon sorgt bei diesen Modellen dafür, dass Sie einem Gesprächspartner in Bewegung auch ohne Kopfbewegung folgen können. Weitere Vorteile sind bis zu sieben Hörprogramme, ein besonders natürlicher Klang und maximaler Tragekomfort.

Im-Ohr-Hörgeräte kaufen – Wie sieht es mit dem Krankenkassen-Zuschuss aus?

Liegt eine Verordnung vom HNO-Arzt vor, muss Ihre Krankenkasse die Kosten bis zu einer gewissen Summe übernehmen. Damit stellt der Gesetzgeber eine solide Grundversorgung sicher. Soll Ihr Im-Ohr-Hörgerät Funktionen besitzen, die nicht in der Basis-Klasse enthalten sind, wird in der Regel eine mehr oder weniger hohe Zuzahlung fällig.

Gesetzlich Versicherte haben Anspruch auf

  • 784,94 Euro für ein Hörgerät bzw.
  • 1.412,89 Euro für zwei Hörgeräte (Stand 2021).

Mit diesem Zuschuss erstattet die Krankenkasse nicht nur den Hörgerätekauf, sondern finanziert auch die in den folgenden sechs Jahren kostenlose Nachsorge durch den Hörakustiker.

Aus den Im-Ohr-Hörgeräte Preisen sowie der Zahlung der gesetzlichen Krankenkassen ergeben sich folgende potenzielle Eigenanteile (Aufzahlungen) für Versicherte:

Einige Ersatzkassen wie die AOK, DAK, Techniker oder Barmer erhöhen den gesetzlich vorgeschriebenen Zuschuss auf 873,50 für ein Gerät bzw. 1.594 Euro für zwei Hörgeräte (Stand 2021). Die Zuzahlungen durch die privaten Krankenkassen bewegen sich bei Vorliegen einer ärztlichen Verordnung in der Regel deutlich über denen der gesetzlichen Kassen.

Wie Im-Ohr-Hörgeräte reinigen/pflegen?

Da IdO-Hörgeräte direkt im Gehörgang sitzen, lässt sich eine Verunreinigung durch Ohrenschmalz nicht vermeiden. Eine tägliche Reinigung ist daher unverzichtbar für eine lange Lebensdauer. Dabei gut zu wissen: In jedem Im-Ohr-Hörgerät steckt ein Mini-Computer, der keinerlei Kontakt mit Wasser haben darf. Für eine sichere Reinigung erhalten Sie in der Drogerie oder Apotheke feuchte Spezialreinigungstücher. Diese dürfen bei Bedarf – beispielsweise an heißen Sommertagen – auch gerne mehrmals täglich verwendet werden.

Zu 100 % lässt sich ein In-dem-Ohr-Hörgerät nie vor Feuchtigkeit schützen. Umso wichtiger ist es, die empfindliche Technik regelmäßig zuverlässig zu trocknen. Dafür sind spezielle Trockenboxen erhältlich, in denen die Otoplastiken über Nacht gelagert werden. Viele dieser Trocknungssysteme verfügen zusätzlich über UV-Licht, das Schimmel, Bakterien oder Viren selbst in schwer zugänglichen Ritzen abtötet und für absolute Hygiene sorgt.

Mehr Tipps zur richtigen IdO-Hörgeräte Pflege >

Sind auch Im-Ohr-Hörgeräte mit Akku erhältlich?

Seit Kurzem haben einige Hersteller auch Im-Ohr-Hörgeräte mit Akku im Portfolio. Da die Akku-Technik im Vergleich zur Batterie etwas mehr Platz benötigt, haben die Otoplastiken ein größeres Gehäuse und sind damit nicht für jeden Gehörgang geeignet.

Im-Ohr-Hörgeräte Test: Echo One als bestes Im-Ohr-Hörgerät

Mit dem Echo One gibt es endlich auch Premium Im-Ohr-Hörgeräte zum Nulltarif*. Es kann insbesondere durch ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen und ist als CIC-Hörgerät extrem dezent.

Als eines der kleinsten Hörgeräte der Welt sitzt das Echo One so tief im Gehörgang, dass es quasi unsichtbar ist. Auf eine effektive Ausstattung müssen Sie dennoch nicht verzichten. Damit Sie in allen Hörsituationen gut zurechtkommen, ermöglicht das Echo One dank Nutzung der Ohrmuschel-Funktion das natürliche Richtungshören. Störlärm wird unterdrückt, Sprache erkannt und hervorgehoben. Insgesamt entsteht so eine harmonische Klangmischung, die dank Rückkopplungsunterdrückung nicht durch lästige Pfeifgeräusche beeinträchtigt wird.

Die Steuerung des Im-Ohr-Hörgeräts Echo One funktioniert per App: Lautstärke oder Hörprogramm lassen sich komfortabel über das Smartphone ändern. Ebenso können Feinanpassungen jederzeit aus der Ferne vorgenommen werden.

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Das Sternchen beim Nulltarif: * Für Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen mit Leistungsanspruch und ohrenärztlicher Verordnung erstattet die Krankenkasse die Kosten der angebotenen Hörgeräte abzüglich 10 € gesetzlicher Zuzahlung pro Ohr sowie Verwaltungskosten in Höhe von ca. 30 € bis 70 €. Der genaue Abzug für Verwaltungskosten hängt von Ihrer Krankenkasse ab. Mehr Infos zur Krankenkasse