Arten von Im-Ohr-Hörgeräten [ITE vs ITC vs CIC vs IIC] – 2021

vom 06.09.2021

Arten von Im-Ohr-Hörgeräten (ITE, ITC, CIC, IIC)

Ob ITE, ITC, CIC oder IIC – bei einem Im-Ohr-Hörgerät (IdO) handelt es sich um ein kleines Gehäuse, das Platz für alle Komponenten des Hörsystems inklusive Mini-Computer bietet. Die Otoplastik bzw. das gesamte IdO-Gerät wird direkt im Gehörgang platziert und ist damit für Ihre Mitmenschen so gut wie unsichtbar. Viele Modelle sitzen so tief im Hörkanal, dass sie zum bequemen Herausziehen über einen feinen Nylonfaden verfügen. Insgesamt unterscheidet man bei den Im-Ohr-Hörgeräten vier Bauarten, die sich in puncto Sitz, Leistung und Größe unterscheiden.

Lesen Sie in diesem Beitrag unter anderem,

In-dem-Ohr-Hörgeräte (ITE) – die sichtbarste Variante unter den IdO-Hörgeräten

In-the-Ear (ITE) Hörgerät

ITE ist die Abkürzung für das Englische „In the Ear“. Im-Ohr-Hörgeräte dieser Bauform sitzen in der Ohrmuschel und füllen diese aus. Damit sind sie nicht ganz so unauffällig wie Modelle, die tiefer im Gehörgang sitzen. Für eine dezente Optik lässt sich das Gehäuse dem jeweiligen Hautton anpassen. Noch natürlicher muten die Halbschalen an, wenn ihre Oberfläche mit aderähnlichen Linien überzogen ist.

Vorteile der ITE Hörgeräte

Dass ITE-Hörgeräte nicht ganz so filigran gefertigt sind, macht es Menschen mit eingeschränkter Fingerfertigkeit leichter, sie einzusetzen, herauszunehmen und zu bedienen. So ist zum Beispiel der Druckknopf zum Wechseln der Programme etwas größer. Überhaupt verfügen viele ITE Hörgeräte über mehr Bedienelemente und Funktionen als andere IdO-Hörgeräte.

Nachteile der ITE Hörgeräte

Im Gegensatz zu den anderen Im-Ohr-Hörgeräten ist die ITE-Bauform optisch noch relativ auffällig und der kosmetische Nutzen gering. Zudem schließen die Halbschalen den Gehörgang recht dicht ab. So wird nicht nur die Bildung von Ohrenschmalz gefördert, sondern viele Träger haben auch das Gefühl, ihr Ohr sei verstopft.

In-dem-Gehörgang-Geräte (ITC) – nicht zu klein und dennoch dezent

In-the-Canal (ITC) Hörgerät

In-the-Canal-Hörgeräte sitzen am Beginn des Hörkanals im unteren Teil der Ohrmuschel. Der Ausgang des Gehörgangs wird dabei durch eine Frontplatte verdeckt und die eigentliche Ohrmuschel bleibt frei. Für einen hohen Tragekomfort und eine möglichst unauffällige Optik wird die Otoplastik individuell angepasst.

Vorteile der ITC Hörgeräte

ITC-Geräte sind für Ihre Mitmenschen kaum zu erkennen. Im Vergleich zu Hörsystemen, die etwas tiefer im Gehörgang sitzen, sind sie aber etwas größer. Mehr Platz für eine größere Batterie bedeutet längere Batterielaufzeiten und mehr Leistungsfähigkeit. ITC-Hörgeräte sind auch für Menschen mit mittlerem bis schwerem Hörverlust geeignet. Zudem können problemlos zusätzliche Features wie Richtmikrofone oder manuelle Bedienelemente – zum Beispiel zur Lautstärkenregelung – verbaut werden.

Nachteile der ITC Hörgeräte

Mit der Platzierung am Eingang zum Hörkanal geht natürlich ein gewisser Verschlusseffekt einher. Gerade in der Gewöhnungsphase empfinden viele Menschen diesen als unangenehm.

Vollständig im Gehörgang: CIC-Hörgeräte

Completely-in-the-Canal (CIC) Hörgerät

Diese Bauform verbirgt sich „Completely in the Canal” (komplett im Hörkanal). Sichtbar ist in der Regel nur ein kleiner dünner Nylonfaden, mit dem sich das Hörgerät bei Bedarf herausziehen lässt. Bei normalem Hinsehen ist die Rückholhilfe kaum zu erkennen. Als eines der kleinsten derzeit erhältlichen Hörgeräte sind CIC-Systeme sind für die Versorgung von leichtem bis mittelschwerem Hörverlust geeignet.

Vorteile der CIC Hörgeräte

CIC-Hörgeräte sind eine gute Alternative für Hörgeräte-Träger, die aus persönlichen oder beruflichen Gründen ihre Schwerhörigkeit nicht an die große Glocke hängen möchten. Ihre Positionierung im Ohr ermöglicht eine besonders natürliche Schallaufnahme und beste Soundverarbeitung. Da die kompakten CIC-Geräte individuell angepasst werden können, sind sie in der Regel angenehm zu tragen. Das Einsetzen des Hörgeräts erfolgt relativ einfach, ähnlich wie bei In-Ear-Kopfhörern

Nachteile der CIC Hörgeräte

Trotz der Miniaturisierung der Technik benötigt ein CIC-Hörgerät ausreichend Platz im Gehörgang. Ob eine Versorgung damit möglich ist, hängt also auch von der Anatomie ab. Über Programmtasten und Bedienelemente verfügen CIC-Modelle nicht, meist dient die Batterieklappe zum Ein- und Ausschalten. Zudem können nur kleine Batterien mit vergleichsweise kurzer Laufzeit verwendet werden.

Unsichtbar im Gehörgang: IIC-Hörgeräte

Invisible-in-the-Canal (IIC) Hörgerät

Die „Invisible-in-the-Canal“-Hörgeräte sind die derzeit kleinsten Hörgeräte. Sie werden tief im Gehörgang direkt vor dem Trommelfell platziert und sind damit selbst für Menschen in Ihrer direkten Nähe nicht erkennbar. Mit einem IIC-Hörgerät haben Sie daher eine besonders diskrete Lösung bei leichtem bis maximal mittelschwerem Hörverlust.

Vorteile der IIC Hörgeräte

Durch die Positionierung direkt vor dem Trommelfell ermöglichen IIC-Hörgeräte ein besonders natürliches Hören mit akustischer Klarheit. Dabei sind die Hörsysteme für Ihre Mitmenschen unsichtbar. Sie sitzen sehr stabil tief im Gehörgang, so dass die Gefahr des Herausfallens bei körperlicher Aktivität oder beim Sport äußerst gering ist.

Nachteile der IIC Hörgeräte

Damit ein IIC-Hörgerät tatsächlich bis vor das Trommelfell in den Hörkanal eingeführt werden kann, muss dieser eine gewisse Mindestgröße besitzen. Zudem sollten Sie zum problemlosen Einsetzen über ausreichende Fingerfertigkeit verfügen. Da in dem kompakten Gehäuse nur kleine Batterien Platz finden, ist relativ häufig ein Wechsel nötig. Wie alle anderen im Gehörgang platzierten Hörsysteme verfügen auch die IIC-Hörgeräte weder über Programmtasten noch über weitere Bedienelemente.

Im-Ohr-Hörgeräte: in unterschiedlichen Preisklassen erhältlich

Im-Ohr-Hörgeräte unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihrer Bauform, sondern sie lassen sich je nach individueller Ausstattung auch verschiedenen Leistungsklassen zuordnen. Je mehr zusätzliche Features ein Modell für mehr Leistungsfähigkeit oder Komfort besitzt, desto höher ist verständlicherweise das Preisniveau der Geräte.

Die Hersteller klassifizieren ihre Modelle nicht einheitlich, aber in der Regel wählen sie für eine Einstufung in puncto technischer Ausstattung und Kosten drei bis fünf Klassen. Wir haben für eine grobe Orientierung vier Preisklassen unterschieden:

Die Aufzahlungen höherklassiger Hörgeräte müssen die Patienten aus eigener Tasche leisten, was für viele Menschen eine echte finanzielle Belastung darstellt. Bei Echo sind auch Premiumklasse Im-Ohr-Hörgeräte zum Nulltarif* erhältlich. Weitere Infos folgen unten.
  • In der Basis-Klasse findet man die sogenannten „Kassengeräte“, deren Ausstattung nicht über die Mindestanforderungen hinausgeht und die nach Abzug des gesetzlichen Zuschusses durch die Krankenkasse zum Nulltarif* erhältlich sind. Mit Digitaltechnik, vier Kanälen und drei Hörprogrammen stellen sie eine solide Grundversorgung sicher und ermöglichen es Ihnen die etwa 800 Euro teuren Geräte, Einzelgesprächen vor ruhige Geräuschkulisse zu folgen.
  • Im-Ohr-Hörgeräte der Mittelklasse kosten zwischen 900 und 1.300 Euro. Sie verfügen über ein bis zwei weitere Hörprogramme und mindestens acht Kanäle. Für verbesserten Hörkomfort werden Windgeräusche unterdrückt, ein Richtmikrofon sorgt für besseres Richtungshören und die Lautstärke wird vom Hörsystem automatisch an die Hörsituation angepasst.
  • In der Premium-Klasse werden die Zusatzleistungen der Mitteklasse auf höherem Niveau angeboten. Der Preis für weitere Hörprogramme und eine selbstlernende Automatik zur Unterdrückung störender Hintergrundgeräusche liegt bei 1.300 bis 2.500 Euro. Während Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte in dieser Preisklasse in der Regel über eine Bluetooth-Schnittstelle verfügen, gibt es bei den IdO-Modellen bisher nur wenige Geräte, die den Ton von Smartphone oder TV direkt ins Ohr leiten. In dem kompakten Gehäuse ist einfach zu wenig Platz für noch mehr Technik.
  • Die Luxus-Klasse beginnt preislich bei 2.500 Euro. Dafür erhalten Sie für ein möglichst natürliches Hörerlebnis 360-Grad-Richtmikrofone und bis zu sieben Hörprogramme. Auch auf maximalen Tragekomfort wird ein starker Fokus gelegt.
Henning Schmidt erläutert, warum Ihnen Echo die Entscheidung „Basis- oder Premiumgeräte?“ erleichtert.

Das Echo One: das einzige Premium IdO-Hörgerät zum Nulltarif*

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Das Premium-Hörgerät Echo One ist erstmals ohne Aufzahlung* online erhältlich. 6 Jahre Hörakustiker-Betreuung sind ebenfalls inklusive.

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Für die bequeme Betreuung aus der Ferne kann das Echo One per App gesteuert werden. Für besseres Verstehen ermöglicht das Echo One das natürliche Richtungshören, unterdrückt Hintergrundgeräusche, erkennt Sprache und rückt sie in den Vordergrund. Das Premium CIC Hörgerät sorgt für eine natürliche Klangmischung und verhindert lästige Rückkopplungen. Ob die Hörgeräteversorgung mit dem Echo One zum Nulltarif* für Sie infrage kommt, finden Sie ganz leicht in wenigen Klicks mit unserem „Bin ich geeignet“ Test heraus!

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Das Sternchen beim Nulltarif: * Für Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen mit Leistungsanspruch und ohrenärztlicher Verordnung erstattet die Krankenkasse die Kosten der angebotenen Hörgeräte abzüglich 10 € gesetzlicher Zuzahlung pro Ohr sowie Verwaltungskosten in Höhe von ca. 30 € bis 70 €. Der genaue Abzug für Verwaltungskosten hängt von Ihrer Krankenkasse ab. Mehr Infos zur Krankenkasse