Tipps zum Start.

Insbesondere Erstträger, aber auch Modellumsteiger, können in der ersten Zeit des Hörgeräte-Tragens mit etwas unangenehmeren Situationen konfrontiert werden.

Wir möchten in diesem Beitrag Aufklärungsarbeit leisten und Ihnen wertvolle Tipps an die Hand geben, mit denen Sie diese Situationen meistern werden.

Ihre Premium-Hörgeräte sind technologisch bestens ausgestattet, um die folgenden Hörsituationen möglichst komfortabel zu gestalten. Mehr darüber erfahren Sie unterhalb der 5 Tipps.

Tipp 1: Das Tragegefühl verbessert sich nach kurzer Zeit.

Das Tragen neuer Hörgeräte gestaltet sich ähnlich wie das Tragen neuer Schuhe oder einer Brille: Zu Beginn muss man sich daran gewöhnen.

Zwar sind die modernen Hörgeräte durch Ihre kleine Bauweise und das geringe Gewicht schon deutlich komfortabler als die klobigen Hörgeräte aus früheren Zeiten, dennoch kann es gerade in den ersten Tagen zu leichten Druckstellen oder Kitzeln im Ohr kommen.

Die Druckstellen sollten in wenigen Tagen von alleine verschwinden. Auch das Kitzeln hört bereits nach kurzer Zeit auf, da sich das Gehirn an die neuen Hörsysteme gewöhnt.

Sollten Druckstellen oder Kitzeln auch nach einer guten Woche noch nicht reduziert bzw. verschwunden sein, sollten Sie den korrekten Sitz Ihrer Hörgeräte überprüfen. Rufen Sie uns gerne an, wenn Sie sich über den korrekten Sitz unsicher sein sollten.

Bonus-Tipp für unsere Echo Pro Kunden:

Die Hörer-Länge Ihres Hörgerätes ist anpassbar.

Unsere Vorauswahl auf Basis Ihrer Ohrlängen-Messung trifft in der Regel sehr gut zu. Es kann jedoch dazu kommen, dass der Hörer zu lang / kurz für Ihr Ohr ist und das Hörgerät deswegen nicht gut hinter dem Ohr sitzt. Das können Sie wie folgt feststellen:

  • Hörer zu kurz: Das Hörgerät sitzt zu weit vorne über der Ohrmuschel und fällt gelegentlich nach vorne weg. Der Dünnschlauch des Hörers schneidet oben in die Ohrmuschel und verursacht Schmerzen.
  • Hörer zu lang: Das Hörgerät liegt nicht gut an der Ohrmuschel und fällt gelegentlich seitlich weg. Die Drahtführung steht zu weit von der Wange ab.

Auch die Größe der Schirmchen / Domes ist anpassbar. Sie haben bereits verschiedene Größen in Ihrem Paket enthalten. Tauschen Sie die Schirmchen unter Umständen durch, bis Sie mit dem Sitz zufrieden sind. Unpassende Schirmchen-Größen stellen Sie wie folgt fest:

  • Schirmchen / Domes zu groß: Sie haben Schwierigkeiten beim Einsetzen, weil Ihr Gehörgang zu eng ist. Sie haben nach längerer Tragezeit schmerzende Druckstellen.
  • Schirmchen / Domes zu klein: Ihre Hörgeräte (bzw. die Hörer) rutschen häufiger aus dem Ohr und verursachen ein unangenehmes Pfeifen.

Sollten Sie das Gefühl eines schlechten Sitzes haben, kontaktieren Sie uns bitte umgehend. Wir können die Länge Ihres Hörers anpassen und ggf. für einen besseren Sitz des Hörgeräts sorgen.

Tipp 2: Das Pfeifen der Hörgeräte lässt sich vermeiden.

Kennen Sie bereits den Rückkopplungseffekt?

Dieser tritt auf, wenn z.B. auf Veranstaltungen das Mikrofon des Sprechers zu nahe an die verbundenen Lautsprecher kommt. Ein lautes Piepen/Pfeifen ertönt, das allen Zuschauern die Nackenhaare aufstehen lässt.

Die Ursache liegt in einer entstehenden Endlosschleife: Der Schall aus den Lautsprechern gelangt ins Mikrofon und dadurch wieder zurück in die Lautsprecher, wieder ins Mikrofon und so weiter.

Da auch bei Hörgeräten das Mikrofon und die Lautsprecher sehr nahe zusammen liegen, können bei falscher Handhabung unangenehme Pfeifgeräusche auftreten. Dieser äußern sich insbesondere beim Einsetzen in die Ohren.

Das Pfeifen beim Einsetzen in die Ohren lässt sich wie folgt vermeiden:

  1. Setzen Sie das Hörgerät wie im Benutzerhandbuch erklärt ins Ohr ein. Achten Sie besonders darauf, wie man es beim Einsetzen optimalerweise festhält.
  2. Nutzen Sie die “Einschaltverzögerung”. Dies ist eine Funktion, die das Hörgerät erst einige Sekunden nach dem eigentlichen Einschalten aktiviert. In der Zeit der Verzögerung haben Sie die Möglichkeit, das Gerät ohne Pfeifen ins Ohr einzusetzen. Eventuell ist die Einschaltverzögerung bereits auf Ihrem Gerät aktiviert. Falls Sie sich unsicher sind, rufen Sie uns an.

Sollte das Hörgerät auch während des Tragens pfeifen, haben Sie folgende Möglichkeiten:

  1. Reinigen Sie Ihre Hörgeräte wie im Benutzerhandbuch erläutert. Festsitzende Verunreinigungen können den Schall blockieren und zum Pfeifen führen.
  2. Entfernen Sie Cerumen aus dem Ohr bzw. lassen Sie Ihr Ohr durch Ihren HNO reinigen. Cerumen könnte den Schall ebenfalls blockieren und zu unangenehmen Pfeifgeräuschen führen.
  3. Eventuell lässt sich das Pfeifen auch durch andere Hörgeräte-Einstellungen reduzieren. Rufen Sie unsere Hörakustiker gerne an.

Tipp 3: Das Klangbild wird mit der Zeit angenehmer.

Insbesondere Erstträger von Hörgeräten werden zu Beginn häufig mit etwas schrillen, blechern wirkenden Klängen konfrontiert. Schnell kommt die Frage auf: Werde ich jetzt für immer so hören müssen?

Die Antwort lautet glücklicherweise: Nein.

Die wahrgenommenen Töne sind gerade zu Beginn einer Hörgeräte-Versorgung so unangenehm, weil zum einen insbesondere die hohen Töne verstärkt werden und zum anderen eine Gewöhnung an die neue Geräuschkulisse stattfinden muss.

Bei den meisten Hörbeeinträchtigten zeichnet sich der Hörverlust durch einen Verlust der höheren Töne aus. Gerade unsere Sprache befindet sich in dieser höheren Tonlage. Dies führt dazu, dass bei Hörgeräten insbesondere die hohen Töne verstärkt werden. Zu diesen gehört aber nicht nur die Sprache, sondern eben auch einige unangenehme Geräusche wie das Klirren von Besteck.

Da auch diese Geräusche verstärkt werden, wirkt das gesamte Klangbild zu Beginn etwas schrill.

Doch nach einer gewissen Eingewöhnungszeit (wenige Wochen), wird sich Ihr Gehirn an die neue Klangwelt gewöhnen. Dies hat zur Folge, dass die wahrgenommenen Töne wieder natürlicher wirken.

Unser Gehirn ist sehr talentiert darin, sich an neue Lebensumstände zu gewöhnen. Diese Gewöhnungen können kleinster Natur sein und begleiten uns tagtäglich – oder merken Sie gerade noch, dass Sie sich heute Morgen Socken angezogen haben?

Tipp 4: Die Anstrengung nimmt schnell ab.

Das Tragen von Hörgeräten erfordert ein wenig Disziplin. Denn aufgrund der eben genannten Umstellungen werden Sie eventuell eine gewisse Anstrengung verspüren, wenn Sie Hörgeräte tragen.

Das Gehirn leistet während der Gewöhnungszeit ordentlich Arbeit: Schließlich muss es Töne verarbeiten, die lange Zeit nur sehr leise oder sogar gar nicht wahrgenommen wurden.

Auch diesen Effekt kennen Sie bereits im Kleinen:

Wenn Sie nach längerer Zeit aus einem dunklen Raum kommen, z.B. aus dem Nachmittagskino, und anschließend raus ins grelle Tageslicht müssen, werden Sie zu Beginn die Augen zusammenkneifen und sich vor der Helligkeit schützen wollen, es erfordert Anstrengung, sich an das Tageslicht zu gewöhnen.

Und obwohl mehr Licht zur Verfügung steht und Sie eigentlich besser sehen sollten, sehen Sie zuerst schlechter und möchten sich vor der Helligkeit schützen.

Etwas Ähnliches passiert, wenn Sie Hörgeräte tragen, nur deutlich stärker:

Im Gegensatz zum Kinobeispiel werden Sie viele Töne nicht nur seit einem Nachmittag nicht mehr wahrgenommen haben, sondern eventuell schon seit Jahren. Ihr Gehirn benötigt für die neue Gewöhnung also mehr Zeit, als nur wenige Minuten nach dem Kino.

Dies kann nach einiger Zeit zu einer Anstrengung führen. Das Gute: Es handelt sich nur um temporäre Anstrengung. Bei konsequentem Tragen werden Sie das Gehirn schnell auf die neue Geräuschkulisse trainieren.

Sollte die Anstrengung dennoch mal zu groß werden, gönnen Sie sich ruhig kurze Tragepausen oder rufen Sie uns für weitere Tipps und Beratung an.

Tipp 5: Auch an Ihr neues Stimmbild gewöhnen Sie sich.

Neues Stimmbild?

Ja. Beim Tragen von Hörgeräten werden Sie feststellen, dass Sie Ihre eigene Stimme leicht verändert wahrnehmen. Verändert heißt meistens, dass sich Ihre Stimme etwas höher anhört als sonst.

Haben Sie Ihre eigene Stimme mal auf Band gehört und sich gewundert, wie Sie sich anhören? Genau das Gleiche passiert beim Tragen von Hörgeräten.

Auch das hat einen einfachen Grund und benötigt nur etwas Gewöhnungszeit:

Grundsätzlich nehmen wir Geräusche (Schall) über zwei Wege auf:

  1. über den Luftschall, der über die Ohrmuschel ins Trommelfell eingeht
  2. und über die Knochenleitung unseres Schädelknochens (auch “Knochenschall”).

Beim Knochenschall dienen unser Kopf sowie die insbesondere am Ohr befindlichen Knochenteile als Klangkörper, die den Schall weiterleiten. Wenn Sie sich mit der Faust vorsichtig auf den Kopf klopfen, werden Sie den Knochenschall laut wahrnehmen. Ihre Mitmenschen hingegen hören das Klopfen kaum.

Im Gegensatz zum Luftschall bedarf es für Knochenschall tiefere Töne, um den Knochen als Klangkörper in Bewegung zu bringen. Deshalb werden insbesondere tiefere Töne (Bass) über den Knochenschall transportiert.

Hörgeräte hingegen verstärken nur den Luftschall, der ins Ohr eingeht. Dadurch verändert sich das Verhältnis von Luftschall (höhere Töne) zu Knochenschall (tiefere Töne). Gerade bei der eigenen Stimme wiegt diese Veränderung stark, da die ursprüngliche Herkunft der Stimme (Ihre Stimmbänder) Mitten im Klangkörper des Knochenschalls liegen.

Viele Erstträger sind vom neuen Stimmbild nicht positiv angetan. Das muss Ihnen jedoch nicht unangenehm sein, denn ein “Fun Fact” ist:

Ihr neues Stimmbild ist Ihrer echten Stimme deutlich näher, als die Stimme, die Sie bislang immer von sich wahrgenommen haben.

Wenn Sie Ihre eigene, aufgenommene Stimme vom Band hören, ist dies zwar unangenehm, aber tatsächlich genau die Stimme, die Ihre Mitmenschen auch von Ihnen wahrnehmen. Die Veränderung des Stimmbilds findet also nur in Ihrem Kopf statt und muss daher nicht unangenehm sein. Doch auch daran gewöhnen Sie sich schnell!

Übrigens …

Ihre Premiumklasse-Hörgeräte von Echo verfügen über die neusten Technologien, um die oben aufgeführten Beeinträchtigungen automatisch zu reduzieren.

Unter anderem sorgen folgende Features dafür, dass Sie stets über die optimalen Voraussetzungen für gutes Hören verfügen:

Werfen Sie einen Blick auf die Produktseiten, um mehr über die Funktionen Ihrer Echos zu erfahren:

Menü

Ich habe keinen Hörtest. Was kann ich tun?

Machen Sie einen Termin bei Ihrem HNO-Arzt für einen Hörtest. Wenn ein entsprechender Hörverlust vorliegt, erhalten Sie eine Verordnung, die zur Abrechnung mit der Krankenkasse nötig ist. Die Verordnung enthält in aller Regel Ihr Audiogramm (das Ergebnis Ihres Hörtests).

Fragen Sie sicherheitshalber nach einer Kopie Ihres Audiogramms. Das schicken Sie uns nach der Bestellung zu, damit wir die Hörgeräte auf Ihren Hörverlust einstellen können.

Sie haben kürzlich einen Hörtest beim HNO-Arzt gemacht, jedoch keine Kopie des Audiogramms erhalten? Rufen Sie einfach in der Praxis an und fragen Sie danach.

Kostenerstattung der Krankenkasse

Damit Ihre Krankenkasse die Kosten der Hörgeräte erstattet, muss die Versorgung zunächst bewilligt werden. Dazu werden die ärztliche Verordnung sowie ein Kostenvoranschlag eingereicht. Auf Wunsch übernehmen wir für Sie die komplette Antragstellung während Ihrer Testphase. Alternativ können Sie dies auch selber erledigen. Alle erforderlichen Unterlagen erhalten Sie von uns nach Bestellung.

Übrigens können Sie bei einer Absage durch Ihre Krankenkasse vom Kauf zurücktreten (auch nach Ablauf der 30-tägigen Testphase) und die Geräte kostenlos an uns zurückschicken. Wenn Ihnen aber eine gültige Verordnung vom HNO-Arzt vorliegt, wird die Kostenerstattung in aller Regel bewilligt.

Wie kann Echo zum Nulltarif* anbieten, obwohl vergleichbare Hörgeräte beim herkömmlichen Akustiker 1500€ bis 2500€ Zuzahlung kosten?

Zunächst möchten wir Ihnen erklären, warum die Hörgeräte-Preise beim herkömmlichen Akustiker überhaupt so hoch sind.

Viele Menschen glauben, dass Hörgeräte in der Herstellung sehr teuer sind. Ist dies der Grund für die hohen Preise? In den Mini-Computern steckt zwar jede Menge Technik, doch werden heutzutage auch Hörgeräte in großen Fabriken am Fließband gefertigt. Die Herstellungskosten sind nicht höher als die eines modernen Smartphones. Und haben Sie schon mal ein Smartphone für 3000€ gesehen?

Ist es der Beratungs- und Anpassaufwand? Herkömmliche Akustiker bieten (genau wie Echo) alle Hörgeräte inklusive 6-jähriger Nachsorge an. Auch müssen Hörgeräte auf den individuellen Hörverlust eingestellt werden. Das ist natürlich ein gewisser Aufwand, doch rechtfertigt bei weitem nicht derart hohe Preise. Heutzutage erfolgt die Anpassung durch intelligente Algorithmen “per Klick” und ist schneller erledigt, als die meisten Menschen glauben.

Der tatsächliche Grund für die extrem hohen Preise klingt im ersten Moment sehr überraschend: Der herkömmliche Akustiker hat einfach zu wenig Kunden. Um genau zu sein: nur 2 Neukunden pro Woche im Durchschnitt. Von diesen 2 Neukunden muss er die teure Innenstadtmiete, die Ladeneinrichtung, seine Mitarbeiter und sich selbst bezahlen. Pro Kunde muss also sehr viel Geld übrigbleiben, damit er davon seine Kosten und sich selbst bezahlen kann.

Und genau hier geht Echo einen anderen Weg: Durch die Online-Versorgung erreichen wir Menschen bundesweit, ohne Hunderte von Immobilien anzumieten. Anstatt 2 Neukunden pro Woche, versorgen wir mit unserem Team aus ausgebildeten Akustikern zahlreiche Kunden täglich. Dadurch können wir mit weniger Profit pro Kunde leben und bieten Ihnen Premium-Hörgeräte zum Nulltarif* an, ohne an der Anpassung, Beratung oder Geräteleistung zu sparen.